@Mel am 24.08.2025 in Kaufberatung

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Gravelbikes im Vergleich: Sensa Giulia GF Comp, Salsa Journeyer & Sensa Emilia Lady

Gravelbikes – oft auch Gravelräder oder Allroad-Bikes genannt – verbinden Rennrad-Tempo mit Geländetauglichkeit. Doch welches Modell passt zu dir? Im Vergleich: das sportliche Sensa Giulia GF Comp, das vielseitige Salsa Journeyer Claris All Road und das komfortorientierte Sensa Emilia Lady RS.

Du erfährst Unterschiede in Technik, Fahrverhalten, Preis-Leistung und bekommst klare Empfehlungen für verschiedene Einsatzbereiche. Wenn du neu bist, lies auch unseren Gravelbike-Einsteiger-Guide oder den Beitrag MTB oder Gravelbike?.

Technische Unterschiede im Überblick

Hinweis: Die folgenden Produktlinks sind vergütet (*). Kaufst du über die Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich.

Sensa Giulia GF Comp 105*: Carbonrahmen, Shimano 105, hydraulische Scheibenbremsen – ein sportliches Gravelbike für ambitionierte Fahrer:innen. Jetzt ansehen*

Salsa Journeyer Claris All Road*: Aluminiumrahmen, Claris 2x8, mechanische Scheibenbremsen. Vielseitig, robust und günstig – ideal für Alltag und Einsteiger:innen. Jetzt ansehen*

Sensa Emilia Lady RS 105*: Damen-spezifische Geometrie, Shimano 105, hydraulische Scheibenbremsen – Komfort & Ergonomie im Fokus. Jetzt ansehen*

Einsatzbereiche

Giulia GF Comp: Sportliche Touren, Rennen und Training – ein Bike für Tempo und Leistung.

Journeyer: Pendeln, Alltag, Bikepacking – robust, vielseitig und mit Gepäckträger-Option. Ein echtes Bikepacking-Rad für lange Reisen.

Emilia Lady RS: Lange Touren mit Komfort – speziell für Frauengeometrie entwickelt.

Extra-Tipp: Für mehr Komfort auf Schotter empfehlen wir Tubeless-Reifen – warum das Sinn macht, erfährst du im Beitrag Tubeless fahren.

Fahrverhalten

Asphalt: Giulia schnell & direkt, Journeyer solide, Emilia komfortorientiert.

Schotter: Journeyer am stabilsten, Giulia sportlich-agil, Emilia ausgewogen.

Lange Touren: Emilia überzeugt mit Ergonomie, Journeyer mit Vielseitigkeit, Giulia mit Speed.

Technische Daten im Vergleich

Modell Rahmen Schaltung Bremsen Reifenfreiheit Gewicht (ca.)
Sensa Giulia GF Comp Carbon Shimano 105 (2x11) Hydraulische Scheibenbremsen bis 40 mm ca. 9,5 kg
Salsa Journeyer Claris Aluminium Shimano Claris (2x8) Mechanische Scheibenbremsen bis 47 mm ca. 10,8 kg
Sensa Emilia Lady RS Aluminium Shimano 105 (2x11) Hydraulische Scheibenbremsen bis 40 mm ca. 10,2 kg

Praxis: Mehr Reifenfreiheit bringt Komfort und Pannensicherheit. Ein leichter Rahmen macht sich bergauf und bei Sprints bemerkbar.

Gravelbike Vergleich Balkendiagramm – Speed, Komfort, Vielseitigkeit (1–5)
Gravelbike Vergleich – Speed · Komfort · Vielseitigkeit (1–5)

Stärken & Schwächen

Giulia GF Comp: + leicht & schnell · – weniger komfortabel auf Schotter

Journeyer: + vielseitig & günstig · – schwerer, einfachere Schaltung

Emilia Lady RS: + Ergonomie & Komfort · – etwas schwerer als Carbonmodelle

Preis-Leistung

Das Giulia punktet mit Carbon und Shimano 105 im oberen Segment. Das Journeyer ist am günstigsten, dafür einfacher ausgestattet. Das Emilia bietet ein faires Mittelfeld mit frauenspezifischem Fokus.

Praxis-Szenarien: Welches Bike für wen?

Tägliches Pendeln & Alltag: Wenn du dein Rad für den Weg ins Büro oder zum Einkaufen nutzt, punktet das Salsa Journeyer. Durch die robuste Bauweise, viele Montagepunkte für Gepäckträger und Schutzbleche sowie breite Reifen ist es ein echtes Arbeitstier. Auch mit schwerem Rucksack oder Taschen bleibt es stabil. Nachteil: es ist etwas schwerer und dadurch weniger agil.

Sport & Training: Du kommst vom Rennrad oder suchst eine schnelle Alternative fürs Ausdauertraining? Dann ist das Sensa Giulia GF Comp deine Wahl. Es fährt sich sehr direkt, beschleunigt schnell und macht auf langen, schnellen Runden richtig Spaß. Auf Schotterwegen verlangt es aber mehr Aufmerksamkeit und Technik. Perfekt für alle, die auch mal bei Jedermann-Rennen oder Strava-Segmenten Gas geben wollen.

Komfort & Langstrecke: Für entspannte Wochenendtouren, Radreisen oder lange Schotterpassagen ist das Sensa Emilia Lady RS ideal. Die frauenspezifische Geometrie sorgt für eine entspannte Haltung, was gerade bei 80+ km spürbar wird. Auch kleinere Fahrerinnen finden leichter eine passende Größe. Wer Komfort über Geschwindigkeit stellt, bekommt hier ein zuverlässiges Begleiter-Bike.

Mein Tipp: Überlege dir, auf welchen Strecken du mindestens 70 % deiner Fahrten machst. Genau daran solltest du die Kaufentscheidung festmachen – das vermeidet spätere Enttäuschungen.

Wartung & Pflege

Ein Gravelbike ist ein Allrounder und wird entsprechend stark beansprucht: Asphalt, Schotter, Regen und lange Touren hinterlassen Spuren. Mit der richtigen Pflege verlängerst du die Lebensdauer deines Rads und erhältst die volle Performance.

1 Sensa Giulia GF Comp: Da der Rahmen aus Carbon besteht, solltest du ihn regelmäßig auf feine Risse oder Beschädigungen kontrollieren – vor allem nach Stürzen. Nutze am besten einen weichen Lappen und spezielle Carbon-Pflegemittel. Die Shimano 105 Schaltung profitiert von einer sauberen Kette und präziser Justierung, damit sie dauerhaft leichtgängig bleibt.

2 Salsa Journeyer: Mit der Claris-Schaltung musst du etwas öfter nachjustieren, da sie weniger präzise arbeitet als höherwertige Gruppen. Achte darauf, die Züge regelmäßig zu schmieren. Bei den mechanischen Scheibenbremsen ist es wichtig, die Beläge frühzeitig zu kontrollieren, da sie sich bei Schmutz schneller abnutzen. Ein Vorteil: Du kannst sie mit etwas Übung selbst nachstellen.

3 Sensa Emilia Lady RS: Hydraulische Scheibenbremsen bringen viel Bremskraft, brauchen aber jährlich ein Entlüften. Kontrolliere außerdem regelmäßig die Dichtungen. Für längere Touren lohnt es sich, Ersatz-Bremsbeläge dabeizuhaben. Die Lager an Naben und Tretlager sollten bei hoher Laufleistung gefettet oder vom Fachhändler überprüft werden.

Allgemeiner Tipp: Egal welches Gravelrad – nach jeder Schotterfahrt lohnt sich ein kurzes Abspülen mit Wasser (kein Hochdruckreiniger!). So verhinderst du, dass Staub und Sandlager die Lager frühzeitig verschleißen.

Hersteller-Datenblätter & Infos

Stand: 2025. Technische Angaben können sich ändern – prüfe vor dem Kauf die offiziellen Seiten der Hersteller.

Geometrie & Komfort

Die Geometrie eines Gravelbikes entscheidet maßgeblich über Sitzposition, Komfort und Handling. Wichtige Werte sind dabei Reach (wie lang man gestreckt sitzt) und Stack (wie hoch der Lenker im Verhältnis zum Tretlager steht). Sportliche Geometrien sorgen für Tempo, komfortable für entspanntes Fahren.

Sensa Giulia GF Comp: Sportlich gestreckte Sitzposition mit längerem Reach. Dadurch ideal für Performance-Fahrer:innen, die Druck aufs Pedal bringen wollen. Nachteil: Auf langen Touren kann es an Rücken oder Handgelenken anstrengend werden.

Salsa Journeyer: Entspanntere Geometrie mit höherem Stack und kürzerem Reach. Dadurch sitzt du aufrechter und behältst auch mit Gepäck oder in unruhigem Gelände viel Kontrolle. Optimal für Pendeln, Bikepacking und lange Touren – weniger für reine Speed-Jäger.

Sensa Emilia Lady RS: Damen-spezifische Geometrie mit kürzerem Reach und leicht abfallendem Oberrohr. Das sorgt für eine angenehme Haltung, gute Überstandshöhe und weniger Belastung von Nacken und Schultern. Besonders auf längeren Strecken spürst du den Unterschied im Komfort.

Praxis-Tipp: Vergleiche die Geometrietabelle deines Wunschbikes mit deinem aktuellen Rad. Kleine Unterschiede von 1–2 cm bei Reach oder Stack können darüber entscheiden, ob du entspannt fährst oder nach 50 km Schmerzen bekommst. Wenn du unsicher bist, lohnt sich ein professionelles Bikefitting – dort wird deine Sitzposition exakt auf dich angepasst.

Service, Lieferung & Garantie

Alle drei Modelle werden vom Anbieter vormontiert geliefert – eine Endmontage durch den Fachhandel ist empfehlenswert. Du erhältst zudem die Möglichkeit von Bike-Leasing und Ratenzahlung. Die Lieferzeit beträgt im Schnitt 7–14 Werktage, die Versandkosten liegen meist bei rund 69 € pro Fahrrad.

Wichtig: Plane für die erste Ausfahrt etwas Zeit für Feineinstellungen ein (Reifendruck, Cockpit, Sattelposition). So stellst du sicher, dass dein neues Gravelrad optimal auf dich passt.

Auf die Rahmen gilt in der Regel eine mehrjährige Garantie durch den Hersteller. Details findest du in den offiziellen Hersteller-Datenblättern.

Fazit

Sensa Giulia GF Comp: Ideal für Sportler:innen, die Speed und Leistung wollen.

Salsa Journeyer: Vielseitiges Alltags- und Tourenbike für kleine Budgets.

Sensa Emilia Lady RS: Komfortables Frauenmodell für lange Touren und Einsteigerinnen.

Dein Einsatzprofil entscheidet – wähle nach Strecken, Komfortwunsch und Ausstattung.

FAQ – Häufige Fragen

Wofür eignet sich ein Gravelbike?

Gravelbikes – auch Gravelräder oder Allroad-Bikes genannt – sind Allrounder für Asphalt, Schotter und Touren. Sie verbinden Rennrad-Tempo mit Geländetauglichkeit.

Ist ein Damenmodell wie das Emilia sinnvoll?

Ja, für viele Fahrerinnen bringt es klare Vorteile in Ergonomie und Komfort. Ein frauenspezifisches Schotterrad bietet kürzeren Reach und entspanntere Sitzposition.

Unterschied Gravelbike vs. Rennrad?

Gravelbikes sind robuster, mit breiteren Reifen und für Schotter konzipiert. Rennräder sind leichter und steifer für Asphalt. Eine detaillierte Abgrenzung findest du in diesem Vergleich Gravelbike vs. Cyclocross & Rennrad.

Eignet sich ein Gravelbike auch für Bikepacking?

Definitiv. Viele Modelle wie das Salsa Journeyer haben Ösen für Gepäckträger, Lowrider und Taschen. Damit sind sie perfekte Bikepacking-Räder für lange Touren.

Lohnt Tubeless am Gravelrad?

Auf Schotter klarer Vorteil: weniger Pannen, mehr Komfort und besserer Grip. Mehr dazu im Beitrag Tubeless fahren.

Welche Rahmengröße passt zu mir?

Orientiere dich an deiner Körpergröße und der Geometrietabelle des Herstellers. Wichtig sind Stack & Reach – sie bestimmen Sitzposition und Komfort.

Sind Gravelbikes wirklich vielseitiger als MTBs?

Ja, solange es nicht zu technisch wird. Auf Schotter und Straße sind Gravelbikes schneller, im ruppigen Gelände ist ein MTB überlegen. Einen tieferen Einblick bietet auch dieser Test auf Enduro-MTB.com.

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