Fahrradverleih in Deutschland – wie gut bist du wirklich versorgt?
Ob Städtetrip, Wochenendtour oder täglicher Arbeitsweg: Ein Fahrrad zu mieten statt selbst zu besitzen, wird
für viele Menschen immer attraktiver. Gleichzeitig wächst der Markt für öffentliche Mietradsysteme, private
Abo-Modelle und klassische Tourismus-Verleihe – und erstmals liegen dazu belastbare Zahlen vor.
In diesem Beitrag bekommst du einen datenbasierten Überblick: Wie viele Mieträder sind in Deutschland
tatsächlich unterwegs? Wo sind Angebote dicht, wo eher dünn? Welche Rolle spielt der Fahrradverleih im
Tourismus – und was kosten Mietrad oder E-Bike im Alltag und im Urlaub wirklich? Alle Fakten stammen aus
offiziellen Quellen wie ADFC, Zukunft Fahrrad, dem Presse-Dienst Fahrrad und weiteren Studien – ohne eigene
Schätzungen.
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Abdeckung: Wie viele Mieträder gibt es in Deutschland?
Eine aktuelle Erhebung des Wirtschaftsverbands Zukunft Fahrrad zeigt zum ersten Mal, wie groß der
Bike-Sharing- und Fahrradabo-Markt in Deutschland ist. Demnach sind hierzulande rund
115.000 Sharing-Räder im Einsatz, darunter mehr als 57.000 E-Bikes und knapp 2.000
Lastenräder. Zusätzlich kommen etwa 100.000 Fahrräder in privaten Abo-Modellen
hinzu.
Damit sind in Deutschland insgesamt deutlich über 200.000 Räder unterwegs, die nicht klassisch gekauft
wurden, sondern als Sharing-Bike oder Abo-Rad genutzt werden. Das sind mehr Miet- und Abo-Räder als
Carsharing-Autos im Land – ein klares Signal, welchen Stellenwert der Fahrradverleih inzwischen in der
Mobilitätspolitik und im Alltag vieler Menschen hat.
Gut zu wissen: Weltweit waren 2020 laut Branchenzahlensammlung des Presse-Dienst
Fahrrad rund 2,3 Millionen Leihräder im Einsatz – der deutsche Markt ist also ein
relevanter Teil eines internationalen Trends hin zu „Nutzen statt
Besitzen“.
Neben diesen Sharing- und Abo-Systemen gibt es zusätzlich eine große Zahl klassischer Fahrradverleihe,
die vor allem im Tourismusbereich arbeiten – zum Beispiel an Radfernwegen, in Urlaubsregionen oder in
touristisch geprägten Städten. Für diesen Bereich existieren keine flächendeckenden Stückzahlen, aber
Tourismus- und Länderberichte zeigen, dass Mieträder dort inzwischen fest zur Infrastruktur
gehören.
Regionale Unterschiede: Stadt, Land und Tourismusregionen
Bike-Sharing-Angebote sind vor allem in größeren Städten und verdichteten Regionen zu finden. Leitfäden
zur kommunalen Verkehrswende zeigen, dass viele Kommunen Mietradsysteme gezielt in neuen Quartieren,
an Verkehrsknotenpunkten und in Innenstädten aufbauen – häufig kombiniert mit anderen Bausteinen wie
ÖPNV, Carsharing und guter Radinfrastruktur.
In touristischen Regionen sieht das Bild etwas anders aus: Hier stehen klassische Verleihstationen im
Vordergrund. Ein Beispiel ist das „Fahrradland“ Niedersachsen, wo in Küsten- und Urlaubsregionen
verschiedenste Fahrräder, Pedelecs und sogar Fahrradanhänger zum Verleih angeboten
werden.
Ähnliche Strukturen finden sich entlang vieler deutscher Flussradwege und in bekannten Radregionen.
Praxistipp: Wenn du eine Radreise planst, lohnt sich der Blick in die
Tourismus-Infos der Region. Dort wird häufig explizit angegeben, ob Mieträder oder E-Bikes vor Ort
verfügbar sind und wie du sie reservieren kannst.
Die ADFC-Radreiseanalyse unterstreicht, welchen Stellenwert gut erschlossene Radregionen in Deutschland
haben: Millionen Menschen unternehmen jedes Jahr mindestens eine Radreise, und zertifizierte
fahrradfreundliche Unterkünfte – über 5.900 Bett+Bike-Betriebe – unterstützen diese
Entwicklung.
Mieträder sind dabei ein wichtiger Baustein, um auch ohne eigenes Rad spontan mobil zu sein.
Kosten: Was kostet ein Fahrradverleih in Deutschland?
Einheitliche bundesweite Preise für den Fahrradverleih gibt es nicht. Die Kosten hängen stark vom
System und vom Einsatzzweck ab: urbane Bike-Sharing-Angebote arbeiten meist mit zeitbasierten Tarifen,
touristische Verleihe eher mit Tages- oder Mehrtagespreisen.
Bei einem großen deutschen Mietradsystem werden in den öffentlich einsehbaren Tarifen zum Beispiel
eine geringe Jahres- oder Grundgebühr und dann Beträge von etwa 1 Euro pro 15 Minuten
genannt, wobei der Preis pro Tag bei ungefähr 7 bis 12 Euro gedeckelt
ist.
Solche Modelle richten sich vor allem an Menschen, die das Rad für kurze Wege im Alltag oder für
einzelne Fahrten nutzen.
Kommunale oder touristische Verleihe arbeiten oft mit Tagespreisen. Ein Beispiel aus einer deutschen
Landeshauptstadt: Dort werden in der Touristeninformation Tourenräder für
15 Euro pro Tag und E-Bikes für 25 Euro pro Tag inklusive
Schloss und einfachem Zubehör angeboten.
Ähnliche Größenordnungen findest du in vielen Urlaubsregionen – je nach Qualität der Räder und
Zusatzleistungen kann es aber auch deutlich teurer werden.
Einordnung im Reisebudget: Laut Auswertung des Presse-Dienst Fahrrad auf Basis der
ADFC-Radreiseanalyse geben Radreisende in Deutschland durchschnittlich etwa
130 Euro pro Tag aus. Der Fahrradverleih ist dabei nur ein Teil des Budgets,
neben Übernachtung, Verpflegung und Anreise.
Für dich heißt das: In Städten kannst du mit niedrigen Einstiegspreisen für kurze Fahrten rechnen,
im klassischen Verleih eher mit klaren Tagesbeträgen. Gerade bei längeren Reisen lohnt sich der
Vergleich zwischen Mietrad und eigenem Fahrrad – zum Beispiel, wenn noch Transportkosten mit Bahn
oder Auto dazukommen. Wenn du dein eigenes Rad intensiver nutzen und kleinere Probleme selbst beheben möchtest,
findest du in unserem Ratgeber
praktische Hinweise, wie du viele Reparaturen ohne Werkstatt erledigen kannst.
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Fahrradverleih und Radtourismus: Mobil ohne eigenes Rad
Deutschland gehört zu den beliebtesten Radreiseländern in Europa. Laut Branchenzahlen unternahmen
allein im Jahr 2022 mehrere Millionen Menschen mindestens eine Radreise, und der Trend zum Urlaub auf
zwei Rädern hält an.
Die ADFC-Radreiseanalyse zeigt, dass viele Radreisende nach ihrer Tour auch im Alltag häufiger mit dem
Rad unterwegs sind – Radurlaub wirkt also wie ein „Türöffner“ in Richtung nachhaltige
Mobilität.
Für Menschen ohne eigenes Tourenrad, für internationale Gäste oder für Gruppen ist der Fahrradverleih
dabei ein zentrales Angebot: Er macht Radurlaub möglich, ohne dass du ein eigenes Rad mitbringen oder
transportieren musst.
In der Praxis bieten viele Regionen entlang etablierter Radfernwege – etwa an Flüssen oder in
klassischen Urlaubslandschaften – Mieträder an, teilweise inklusive Gepäcktransport und
Rücktransfer. Offizielle Tourismusportale und ADFC-Angebotsseiten verweisen häufig direkt auf
passende Verleihpartner und buchbare Pakete.
Welche Fahrradtypen werden verliehen?
Konkrete, bundesweit einheitliche Statistiken zu den Fahrradtypen im Verleih gibt es nicht. Einzelne
Länderstudien und regionale Konzepte zeigen aber, welche Räder in der Praxis häufig angeboten werden:
klassische Touren- und Cityräder, Pedelecs/E-Bikes und zunehmend auch Lastenräder oder
Fahrradanhänger. Wenn du speziell ein Transport- oder Familienrad nutzen möchtest, findest du auf
radkolumne.de
eine ausführliche Übersicht mit Verleihstationen rund ums Ausleihen von Lastenrädern.
Parallel dazu belegen Branchenzahlen, dass E-Bikes insgesamt einen sehr hohen Anteil am Fahrradmarkt
haben und im Alltag eine immer wichtigere Rolle spielen. Ende 2024 waren in Deutschland bereits
rund 15,7 Millionen E-Bikes im Bestand; der Durchschnittspreis für ein E-Bike lag bei etwa
2.650 Euro.
Es ist naheliegend, dass viele Verleihbetriebe gerade im Tourismus verstärkt auf E-Bikes setzen, weil
sie auch weniger trainierten Menschen längere Etappen und anspruchsvollere Strecken ermöglichen.
Öffentliche Bike-Sharing-Systeme konzentrieren sich dagegen stärker auf robuste Cityräder und
Alltags-E-Bikes. Laut ADFC legen Leihräder im Jahresverlauf bis zu 10.000 Kilometer zurück und
werden damit weit intensiver genutzt als typische Privaträder.
Das erklärt auch, warum hier besonders belastbare Technik und einfache Wartung im Vordergrund stehen.
Wenn du auf einem Mietrad bequemer sitzen willst, hilft dir unser Ratgeber
Ergonomie am Fahrrad – so findest du deine perfekte Sitzposition
und zeigt dir, worauf du bei Sattelhöhe und Lenker achten solltest.
Außerdem kannst du mit einem Blick in unseren Beitrag
Pedale wechseln – so klappt der Tausch ohne Stress
einschätzen, wie sich ein geliehenes Rad mit anderen Pedalen an deine Bedürfnisse anpassen lässt.
Für E-Bikes mit hydraulischen Bremsen erklären wir in
Hydraulikbremsen entlüften – Schritt-für-Schritt-Anleitung,
worauf es bei der Wartung ankommt.
Trends und Herausforderungen: Wohin entwickelt sich der Fahrradverleih?
Die Marktzahlen zu Bike-Sharing und Fahrradabos zeigen: Der Fahrradverleih ist längst kein Nischenthema
mehr, sondern ein ernstzunehmender Baustein moderner Mobilität. Die Kombination aus Sharing-Rädern,
Abo-Modellen, Diensträdern und privatem Besitz sorgt dafür, dass immer mehr Wege ohne eigenes Auto
zurückgelegt werden können.
Gleichzeitig stehen Kommunen und Betreiber vor Herausforderungen. Studien zur kommunalen Verkehrswende
machen deutlich, dass insbesondere die Flächenkonkurrenz im öffentlichen Raum, die Finanzierung
dauerhafter Angebote und die Integration in den ÖPNV wichtige Themen
bleiben.
Für ländliche Regionen ist die Frage zentral, wie sich verlässliche Mietradangebote außerhalb der
Saison wirtschaftlich betreiben lassen.
Positiv ist: Untersuchungen im Auftrag des ADFC und anderer Einrichtungen zeigen, dass der Radverkehr
ein beachtliches Potenzial für Klimaschutz und Gesundheitsförderung hat – gerade wenn Alltagswege vom
Auto auf das Rad verlagert werden.
Gut ausgebaute Verleihsysteme können hier eine Brücke schlagen, weil sie Menschen ohne eigenes Rad
einen einfachen Einstieg ermöglichen. Wenn du in der kalten Jahreszeit trotzdem aktiv bleiben möchtest,
findest du in unserem Beitrag Indoor-Training im Winter
viele Ideen, wie du auch ohne eigenes Rad draußen deine Fitness erhältst.
Für dich bedeutet das: Je nachdem, wo du wohnst oder wohin du reist, kann der Fahrradverleih ein
unkomplizierter Weg sein, mehr Wege mit dem Rad zurückzulegen – vom spontanen Stadtbesuch bis zum
mehrtägigen Radurlaub.
FAQ zum Fahrradverleih in Deutschland
Wie viele Miet- und Sharing-Räder gibt es in Deutschland?
Laut einer aktuellen Erhebung im Auftrag des Wirtschaftsverbands Zukunft Fahrrad sind in
Deutschland rund 115.000 Sharing-Räder im Einsatz, darunter mehr als 57.000
E-Bikes und knapp 2.000 Lastenräder. Zusätzlich kommen etwa 100.000 Abo-Räder
hinzu, die über private Fahrradabonnements genutzt werden.
Was kostet ein Mietrad pro Tag?
Einheitliche Durchschnittspreise gibt es nicht. Beispiele aus Tourist-Informationen zeigen
Tagespreise von etwa 15 Euro für ein Tourenrad und 25 Euro
für ein E-Bike.
Große urbane Sharing-Systeme arbeiten häufig mit Zeittarifen um 1 Euro pro 15
Minuten
und einem gedeckelten Tagestarif von rund 7 bis 12 Euro.
Wichtig: Diese Werte sind Beispiele einzelner Angebote, keine bundeseinheitlichen Preise.
Wo ist der Fahrradverleih besonders gut ausgebaut?
Bike-Sharing-Systeme sind vor allem in größeren Städten und Ballungsräumen etabliert, wo sie eng
mit ÖPNV und anderen Mobilitätsangeboten verknüpft werden.
In touristischen Regionen – zum Beispiel entlang stark nachgefragter Radfernwege oder in
Küstengebieten – spielen klassische Verleihe eine große Rolle und bieten häufig Tourenräder,
Pedelecs und teilweise auch Anhänger an.
Welche Fahrradtypen kann ich typischerweise leihen?
Regionale Konzepte und Länderberichte nennen vor allem Touren- und Cityräder, Pedelecs/E-Bikes
sowie zunehmend Lastenräder und Fahrradanhänger als
Verleih-Angebote.
Im urbanen Bike-Sharing dominieren robuste Alltagsräder, die auf hohe Jahreslaufleistungen von
bis zu 10.000 Kilometern ausgelegt sind.
Welche Rolle spielt der Fahrradverleih für den Tourismus?
Branchen- und ADFC-Daten zeigen, dass mehrere Millionen Menschen pro Jahr mindestens eine Radreise
in Deutschland unternehmen und dass viele von ihnen danach auch im Alltag häufiger Rad
fahren.
Mieträder sind dabei ein wichtiger Baustein: Sie ermöglichen Radurlaub, ohne ein eigenes Rad
transportieren zu müssen, und ergänzen die Infrastruktur zertifizierter fahrradfreundlicher
Unterkünfte wie Bett+Bike.
Trägt Bike-Sharing zur Verkehrswende bei?
Studien und Positionspapiere im Auftrag des ADFC zeigen, dass der Radverkehr ein großes Potenzial
für Klimaschutz und Gesundheit besitzt – insbesondere wenn Alltagswege vom Auto auf das Rad
verlagert werden.
Laut ADFC werden Leihräder deutlich intensiver genutzt als viele Privaträder, was die Wirkung
solcher Systeme zusätzlich verstärkt.
Fazit: Fahrradverleih als wichtiger Baustein moderner Mobilität
Der Blick auf die offiziellen Zahlen zeigt klar: Der Fahrradverleih in Deutschland ist längst mehr
als ein Nischenangebot. Hunderttausende Sharing- und Abo-Räder ergänzen klassische Verleihe in
Tourismusregionen und machen es dir leicht, auch ohne eigenes Rad mobil zu sein – in der Stadt,
im Alltag und im Urlaub.
Gleichzeitig bleiben regionale Unterschiede: In Metropolen spielen Bike-Sharing-Systeme eine große
Rolle, während in Urlaubsregionen der klassische Verleih dominiert. Für ländliche Räume und kleinere
Städte wird die Frage spannend, wie sich verlässliche Angebote dauerhaft finanzieren lassen und wie sie
mit ÖPNV und Radinfrastruktur verknüpft werden.
Wenn du selbst mehr Wege mit dem Rad zurücklegen willst, lohnt sich ein genauer Blick auf die Angebote
vor Ort: vom spontanen Sharing-Bike bis zum voll ausgestatteten Tourenrad für die nächste Radreise.
Die Daten zeigen: Die Chancen stehen gut, dass du in vielen Regionen inzwischen ein passendes Mietrad
findest – und damit aktiv zur Verkehrswende beiträgst. Wenn du dein eigenes Rad saisonal nutzt, hilft dir
unser Beitrag Fahrrad überwintern,
dein Bike sicher durch die kalte Jahreszeit zu bringen.
Quellen und Datenbasis
Die in diesem Beitrag genannten Zahlen und Aussagen stammen aus offiziellen und vertrauenswürdigen Quellen.
Dazu gehören unter anderem Marktberichte und Branchenzahlensammlungen des Presse-Dienst Fahrrad, Erhebungen
des ADFC wie die Radreiseanalyse und der Fahrradmonitor sowie Auswertungen des Wirtschaftsverbands Zukunft
Fahrrad zu Bike-Sharing- und Abo-Rädern.
Ergänzend wurden Informationen aus touristischen Landesportalen und kommunalen Leitfäden zur Verkehrswende
genutzt, die die Verfügbarkeit von Mieträdern in Urlaubsregionen und Städten sowie die Rolle des
Fahrradverleihs in integrierten Mobilitätskonzepten beschreiben.
Tarifangaben zu Miet- und Sharing-Rädern basieren auf öffentlich einsehbaren Preisübersichten deutscher
Anbieter und dienen als Beispiele einzelner Angebote. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder
bundesweite Durchschnittswerte.
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Über Maja
Maja, 32, verbindet Technik mit Gefühl. Für sie ist Radfahren Freiheit – und genau so schreibt sie: klar strukturiert, aber mit Herz. Ideal, wenn du Motivation und Know-how zusammen suchst.
Ihre Texte helfen dir, Routinen aufzubauen, die im Alltag funktionieren – und sich gut anfühlen.
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